Mehr Ganz­tags­plät­ze an Grund­schu­len ge­plant

Die Kom­mu­ne Mus­ter­stadt möch­te das Ganz­tags­an­ge­bot an den Grund­schu­len wei­ter aus­bau­en. Zu­sätz­li­che Be­treu­ungs­plät­ze sol­len Fa­mi­li­en mehr Ver­läss­lich­keit bie­ten und gleich­zei­tig neue Mög­lich­kei­ten für Bil­dung, För­de­rung und Frei­zeit im Schul­all­tag schaf­fen.

Die Kom­mu­ne Mus­ter­stadt plant, die Zahl der Ganz­tags­plät­ze an den Grund­schu­len in den kom­men­den Jah­ren schritt­wei­se zu er­hö­hen. Da­mit re­agiert die Kom­mu­ne auf den wach­sen­den Be­darf vie­ler Fa­mi­li­en nach ver­läss­li­chen Be­treu­ungs­an­ge­bo­ten und be­rei­tet sich zu­gleich auf die wei­te­re Ent­wick­lung des Ganz­tags im Grund­schul­be­reich vor.

Im Mit­tel­punkt steht da­bei nicht al­lein die Aus­wei­tung der ver­füg­ba­ren Plät­ze. Ge­mein­sam mit Schu­len, Trä­gern der Kin­der- und Ju­gend­hil­fe, Ver­ei­nen und wei­te­ren Bil­dungs­part­nern soll auch die Qua­li­tät der Ganz­tags­an­ge­bo­te wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den.

Ver­läss­li­che Be­treu­ung für Fa­mi­li­en

Für vie­le Fa­mi­li­en ist ein ver­läss­li­ches Ganz­tags­an­ge­bot eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung, um Be­ruf, Fa­mi­lie und All­tag mit­ein­an­der ver­ein­ba­ren zu kön­nen. Ins­be­son­de­re an ei­ni­gen Grund­schu­len ist die Nach­fra­ge nach Be­treu­ungs­plät­zen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ge­stie­gen.

Die Kom­mu­ne möch­te des­halb prü­fen, an wel­chen Stand­or­ten zu­sätz­li­che Ka­pa­zi­tä­ten ge­schaf­fen wer­den kön­nen und wel­che räum­li­chen, per­so­nel­len und or­ga­ni­sa­to­ri­schen Vor­aus­set­zun­gen da­für not­wen­dig sind.

Da­bei sol­len die un­ter­schied­li­chen Be­dar­fe der Schu­len be­rück­sich­tigt wer­den. Je nach Stand­ort kön­nen bei­spiels­wei­se zu­sätz­li­che Be­treu­ungs­grup­pen, neue Räu­me oder eine bes­se­re Nut­zung be­stehen­der Schul­ge­bäu­de er­for­der­lich sein.

Ganz­tag als Bil­dungs­an­ge­bot wei­ter­ent­wi­ckeln

Ganz­tag soll in Mus­ter­stadt mehr sein als rei­ne Be­treu­ung nach dem Un­ter­richt. Ziel ist es, den ge­sam­ten Schul­tag stär­ker als ge­mein­sa­men Bil­dungs- und Le­bens­raum zu ge­stal­ten.

Ne­ben Lern- und För­der­an­ge­bo­ten sol­len des­halb auch Be­we­gung, Sport, Krea­ti­vi­tät, Mu­sik, kul­tu­rel­le Bil­dung und ge­mein­schaft­li­che Ak­ti­vi­tä­ten eine wich­ti­ge Rol­le spie­len. Schu­len sol­len da­bei stär­ker mit au­ßer­schu­li­schen Part­nern zu­sam­men­ar­bei­ten kön­nen.

Ver­ei­ne, Mu­sik- und Kunst­schu­len, Bi­blio­the­ken, Ju­gend­an­ge­bo­te und wei­te­re lo­ka­le Ein­rich­tun­gen kön­nen ihre Er­fah­run­gen und An­ge­bo­te in die Ge­stal­tung des Ganz­tags ein­brin­gen. Auf die­se Wei­se sol­len ab­wechs­lungs­rei­che An­ge­bo­te ent­ste­hen, die sich an den In­ter­es­sen und Be­dürf­nis­sen der Kin­der ori­en­tie­ren.

Schu­len und Part­ner pla­nen ge­mein­sam

Der Aus­bau der Ganz­tags­plät­ze er­for­dert eine enge Ab­stim­mung zwi­schen un­ter­schied­li­chen Ak­teur:in­nen. Ne­ben den Schu­len und der kom­mu­na­len Ver­wal­tung sind ins­be­son­de­re Be­treu­ungs­trä­ger, Ju­gend­hil­fe, El­tern­ver­tre­tun­gen und au­ßer­schu­li­sche Bil­dungs­part­ner be­tei­ligt.

In ge­mein­sa­men Pla­nungs­ge­sprä­chen soll ge­klärt wer­den, wel­che An­ge­bo­te be­reits gut funk­tio­nie­ren und an wel­chen Stel­len zu­sätz­li­cher Be­darf be­steht. Da­bei geht es so­wohl um die An­zahl der ver­füg­ba­ren Plät­ze als auch um Fra­gen der Raum­ge­stal­tung, Per­so­nal­pla­nung und päd­ago­gi­schen Qua­li­tät.

Auch die Über­gän­ge zwi­schen Un­ter­richt und er­gän­zen­den An­ge­bo­ten sol­len stär­ker in den Blick ge­nom­men wer­den. Ziel ist ein mög­lichst ab­ge­stimm­ter Ta­ges­ab­lauf, in dem Lern­zei­ten, Frei­zeit und ge­mein­sa­me Ak­ti­vi­tä­ten sinn­voll mit­ein­an­der ver­bun­den wer­den.

Zu­sätz­li­che Räu­me und An­ge­bo­te im Blick

Ein wich­ti­ger Be­stand­teil der Pla­nun­gen ist die Fra­ge, wie die vor­han­de­nen Räu­me an den Grund­schu­len künf­tig ge­nutzt wer­den kön­nen. Ne­ben klas­si­schen Un­ter­richts­räu­men wer­den für ei­nen gu­ten Ganz­tag bei­spiels­wei­se Rück­zugs­be­rei­che, Räu­me für Be­we­gung und Krea­ti­vi­tät so­wie ge­eig­ne­te Flä­chen für ge­mein­sa­mes Es­sen be­nö­tigt.

Die Kom­mu­ne prüft des­halb, wel­che be­stehen­den Räu­me an­ders oder mehr­fach ge­nutzt wer­den kön­nen und an wel­chen Stand­or­ten bau­li­che An­pas­sun­gen not­wen­dig sein könn­ten.

Gleich­zei­tig sol­len auch Ein­rich­tun­gen im Um­feld der Schu­len stär­ker ein­be­zo­gen wer­den. Sport­an­la­gen, Bi­blio­the­ken, Ju­gend­zen­tren oder kul­tu­rel­le Ein­rich­tun­gen kön­nen zu­sätz­li­che Lern- und Er­fah­rungs­or­te für den Ganz­tag bie­ten.

Be­tei­li­gung von El­tern und Kin­dern vor­ge­se­hen

Bei der Wei­ter­ent­wick­lung der Ganz­tags­an­ge­bo­te sol­len auch die Per­spek­ti­ven von Kin­dern und El­tern be­rück­sich­tigt wer­den. Sie kön­nen wich­ti­ge Hin­wei­se dazu ge­ben, wel­che An­ge­bo­te be­son­ders ge­fragt sind und wie der Schul­all­tag aus ih­rer Sicht ge­stal­tet wer­den soll­te.

Ge­plant sind des­halb Aus­tausch­for­ma­te, in de­nen Be­dar­fe und Er­fah­run­gen ge­sam­melt wer­den. Auch die Schu­len selbst sol­len ihre bis­he­ri­gen Er­fah­run­gen mit Ganz­tags­an­ge­bo­ten in die wei­te­ren Pla­nun­gen ein­brin­gen.

Auf die­ser Grund­la­ge kön­nen un­ter­schied­li­che Mo­del­le ent­wi­ckelt wer­den, die zu den je­wei­li­gen Schul­stand­or­ten und den Be­dürf­nis­sen der Fa­mi­li­en pas­sen.

Schritt­wei­ser Aus­bau ge­plant

Der Aus­bau der Ganz­tags­plät­ze soll schritt­wei­se er­fol­gen. Zu­nächst wer­den die be­stehen­den An­ge­bo­te, ver­füg­ba­ren Räu­me und ak­tu­el­len Be­dar­fe an den ein­zel­nen Grund­schu­len aus­ge­wer­tet. Dar­auf auf­bau­end sol­len kon­kre­te Maß­nah­men für die je­wei­li­gen Stand­or­te ent­wi­ckelt wer­den.

Die Pla­nun­gen wer­den re­gel­mä­ßig über­prüft und an die Ent­wick­lung der Nach­fra­ge an­ge­passt. Gleich­zei­tig möch­te die Kom­mu­ne die Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Schu­len, Ju­gend­hil­fe, Ver­ei­nen und wei­te­ren Bil­dungs­part­nern dau­er­haft stär­ken.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zum ge­plan­ten Aus­bau der Ganz­tags­plät­ze und zu den Ent­wick­lun­gen an den ein­zel­nen Grund­schu­len wer­den re­gel­mä­ßig über die Demo-Platt­form ver­öf­fent­licht.